{"id":3926,"date":"2023-01-10T13:51:19","date_gmt":"2023-01-10T12:51:19","guid":{"rendered":"https:\/\/mhh-kardiologie.de\/presse-mediathek\/presseartikel\/presseartikel-aus-2022-copy\/"},"modified":"2024-02-23T09:02:47","modified_gmt":"2024-02-23T08:02:47","slug":"presseartikel-aus-2023","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/mhh-kardiologie.de\/en\/presse-mediathek\/presseartikel\/presseartikel-aus-2023\/","title":{"rendered":"Presseartikel aus 2023"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:66.66%\">\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"presseartikel-aus-2021\">Presseartikel aus 2023<\/h2>\n\n\n\n<p>Das Pressearchiv h\u00e4lt eine Vielzahl interessanter Berichte f\u00fcr Sie bereit.<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:33.33%\"><\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-cover alignfull is-light\" style=\"min-height:325px;aspect-ratio:unset;\"><span aria-hidden=\"true\" class=\"has-weiss-background-color has-background-dim-100 wp-block-cover__gradient-background has-background-dim\"><\/span><div class=\"wp-block-cover__inner-container is-layout-flow wp-block-cover-is-layout-flow\"><div class=\"lazyblock-akkordeon-1TpCFU wp-block-lazyblock-akkordeon\">\n<input id=\"eisenmangelbeiherzschwchetablettealsalternativezurinfusion\" class=\"hide-akkordeon akkordeon-toggle\" type=\"checkbox\" tabindex=\"-1\">\n\n<div class=\"akkordeon-block\">\n  <div class=\"toggler\">\n    <label for=\"eisenmangelbeiherzschwchetablettealsalternativezurinfusion\" tabindex=\"0\">Eisenmangel bei Herzschw\u00e4che: Tablette als Alternative zur Infusion?<\/label>\n    <div class=\"akkordeon-bar\"><\/div>\n  <\/div>\n\n  <div class=\"akkordeon-content\">\n    <div class=\"akkordeon-inner-content\">\n      <h3>Die MHH-Kardiologie startet die multizentrische ORION-HF-Studie. Sie will herausfinden, ob ein Pr\u00e4parat in Tablettenform einen Eisenmangel beheben und die typischen Symptome der Herzinsuffizienz lindern kann.<\/h3>\n<p>Menschen mit Herzinsuffizienz, auch Herzschw\u00e4che genannt, haben h\u00e4ufig zu wenig Eisen im K\u00f6rper. Durch den Eisenmangel werden die Symptome der Herzerkrankung wie beispielsweise Atemnot, M\u00fcdigkeit und Schw\u00e4che noch verst\u00e4rkt. Eine Eisengabe kann den Betroffenen helfen. Bisher geschieht das mittels Infusion \u00fcber die Vene. Kann der gleiche Erfolg auch mit einer speziellen Zubereitung von Eisen in Tablettenform erzielt werden? Dieser Frage geht die\u00a0<a href=\"https:\/\/www.mhh.de\/kliniken-und-spezialzentren\/klinik-fuer-kardiologie-und-angiologie\">Klinik f\u00fcr Kardiologie und Angiologie<\/a>\u00a0der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) in der Pilotstudie ORION-HF nach. Die Einnahme von Tabletten w\u00e4re f\u00fcr die Patientinnen und Patienten im Alltag besser umzusetzen als die Eisengabe per Infusion. Die MHH-Kardiologie koordiniert die Studie, weitere deutsche Herzzentren sind daran beteiligt. Das Vorhaben wird von der Firma Norgine mit rund 670.000 Euro gef\u00f6rdert.<\/p>\n<h4>Eisen ist wichtig f\u00fcr Sauerstofftransport<\/h4>\n<p>Eisen spielt eine sehr wichtige Rolle: Es wird zur Bildung des roten Blutfarbstoffs H\u00e4moglobin gebraucht. H\u00e4moglobin ist zust\u00e4ndig f\u00fcr die Verteilung des Sauerstoffs im ganzen K\u00f6rper. Fehlt Eisen, kann nicht gen\u00fcgend H\u00e4moglobin produziert werden. Au\u00dferdem wird Eisen in jeder K\u00f6rperzelle f\u00fcr zentrale Mechanismen wie beispielsweise die Energieproduktion ben\u00f6tigt. F\u00fcr die Herz- und die Skelettmuskulatur ist Eisen sehr wichtig, da beide Organe einen hohen Energiebedarf haben. \u201e30 bis 50 Prozent der Patientinnen und Patienten mit Herzinsuffizienz haben allerdings einen Eisenmangel\u201c, erkl\u00e4rt Professor Dr. Johann Bauersachs, Direktor der Klinik f\u00fcr Kardiologie und Angiologie. Professor Bauersachs leitet die Pilotstudie gemeinsam mit Professor Dr. Tibor Kempf, leitender Oberarzt der Klinik. Ein Eisendefizit bei dieser Patientengruppe kann verschiedene Ursachen haben. Dazu z\u00e4hlen eine verminderte Eisenaufnahme im Darm und Entz\u00fcndungsprozesse im K\u00f6rper, die ebenfalls zu einer schlechteren Eisenresorption f\u00fchren. Ein weiterer Grund kann ein erh\u00f6hter Eisenverlust sein, etwa durch blutverd\u00fcnnende Medikamente.<\/p>\n<h4>Lassen Tabletten H\u00e4moglobinwert steigen?<\/h4>\n<p>Bisher gibt es noch kein Eisenmedikament in Tablettenform, das nachweislich den Eisenmangel bei Patientinnen und Patienten mit Herzinsuffizienz behebt. \u201eDie aktuellen Leitlinien zur Behandlung empfehlen daf\u00fcr ausschlie\u00dflich Infusionen\u201c, sagt Professor Kempf. In der Pilotstudie ORION-HF testen die Kardiologinnen und Kardiologen nun ein f\u00fcr andere Erkrankungen bereits zugelassenes Eisenpr\u00e4parat. Im Fokus steht dabei die Patientengruppe mit einer sogenannten Linksherz-Insuffizienz, also einer Herzschw\u00e4che der linken Herzkammer. Das ist die h\u00e4ufigste Form der Herzinsuffizienz, etwa zwei bis drei Millionen Menschen sind allein in Deutschland davon betroffen.\u00a0 \u201eWir m\u00f6chten herausfinden, ob die Therapie mit den Tabletten zu einem Anstieg des H\u00e4moglobinwerts und des Eisengehalts im Blut f\u00fchrt\u201c, erl\u00e4utert Professor Kempf. F\u00fcr die Patientinnen und Patienten w\u00fcrde das bedeuten, dass sie besser mit Sauerstoff versorgt w\u00fcrden und weniger unter Symptomen wie Ersch\u00f6pfung, Atemnot und Husten litten. Sie h\u00e4tten eine deutlich bessere Lebensqualit\u00e4t.<\/p>\n<h4>Studie mit 50 Probandinnen und Probanden<\/h4>\n<p>Bei ORION-HF arbeitet die Klinik f\u00fcr Kardiologie und Angiologie eng mit dem Zentrum f\u00fcr Klinische Studien der MHH zusammen. In die Studie werden insgesamt 50 Patientinnen und Patienten mit Herzinsuffizienz aufgenommen, die an Eisenmangel und Blutarmut leiden. W\u00e4hrend eines Zeitraums von 16 Wochen nehmen die Probanden jeweils morgens und abends eine Eisentablette ein. Danach untersuchen die Studien\u00e4rzte die Wirkung. \u201eSollte sich herausstellen, dass das Pr\u00e4parat den Eisenmangel ausgleichen kann und die Probanden unter weniger starken Symptomen leiden, dann w\u00e4ren die Tabletten eine sichere und unkomplizierte Alternative zu den Infusionen\u201c, sagt Professor Bauersachs. Alle neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse zum Thema Herzinsuffizienz flie\u00dfen auch in die Arbeit des Herzinsuffizienz-Netzwerks Niedersachsen ein (<a href=\"http:\/\/www.herz-niedersachsen.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">www.herz-niedersachsen.de<\/a>), einem Konsortium aus mehr als 20 nieders\u00e4chsischen Herzkliniken.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.mhh.de\/presse-news\/eisenmangel-bei-herzschwaeche-tablette-als-alternative-zur-infusion\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Zum Artikel<\/a><\/p>    <\/div>\n  <\/div>\n<\/div><\/div>\n\n<div class=\"lazyblock-akkordeon-ZFwRen wp-block-lazyblock-akkordeon\">\n<input id=\"herzpatientenbekommeninneuemlaborgezieltehilfe\" class=\"hide-akkordeon akkordeon-toggle\" type=\"checkbox\" tabindex=\"-1\">\n\n<div class=\"akkordeon-block\">\n  <div class=\"toggler\">\n    <label for=\"herzpatientenbekommeninneuemlaborgezieltehilfe\" tabindex=\"0\">Herzpatienten bekommen in neuem Labor gezielte Hilfe<\/label>\n    <div class=\"akkordeon-bar\"><\/div>\n  <\/div>\n\n  <div class=\"akkordeon-content\">\n    <div class=\"akkordeon-inner-content\">\n      <h3>Einrichtung in der Kardiologie der MHH bietet innovative Technik zur Diagnostik und Therapie von Rhythmusst\u00f6rungen \/ Team behandelt 1000 Patienten im Jahr<\/h3>\n<p><em>Von Susanna Bauch, Hannoversche Allgemeine Zeitung vom 03.02.2023<br \/><\/em><\/p>\n<p>Manuel Markworth hat schon ein knappes Dutzend Herzoperationen hinter sich, darunter drei Schrittmacher. Der 33-j\u00e4hrige Einzelhandelskaufmann aus der Region leidet unter einem angeborenen Herzfehler, seit seiner Geburt ist er regelm\u00e4\u00dfig Patient in der Kardiologie der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH). Eigentlich kommt Wohlfahrt mit seiner Einschr\u00e4nkung ganz gut zurecht. Aber kurz vor Weihnachten hat er sich nach einem Fu\u00dfballspiel mit Freunden pl\u00f6tzlich schlecht gef\u00fchlt \u2013 Schulterschmerzen, ein tauber Arm und vor allem mit einem Wert von 200 ein rasend hoher Puls.<br \/>Dass er diesmal um einen weiteren offen-operativen Eingriff herumgekommen ist, verdankt Wohlfahrt einem hochmodernen neuen Elektrophysiologielabor an der MHH. Dabei handelt es sich um ein Herzkatheterlabor speziell f\u00fcr Patientinnen und Patienten mit Herzrhythmusst\u00f6rungen. In Deutschland leiden nach Sch\u00e4tzung der Herzstiftung rund zwei Millionen Menschen an Vorhofflimmern, der h\u00e4ufigsten Herzrhythmusst\u00f6rung.<\/p>\n<h3>Behandlung von Vorhofflimmern<\/h3>\n<p>Die moderne Anlage bietet alle M\u00f6glichkeiten der Diagnostik und Therapie und dar\u00fcber hinaus eine innovative Technik zur Behandlung von Vorhofflimmern. Dabei ver\u00f6den die Kardiologinnen und Kardiologen krankhafte Herzmuskelzellen mithilfe von elektrischen Impulsen.<br \/>\u201eBislang haben wir die kranken Areale mit K\u00e4lte und Hitze ver\u00f6det\u201c, sagt Professor Daniel Duncker, Leiter des Hannover Herzrhythmus Centrums (HHC), einem Bereich der MHH-Klinik f\u00fcr Kardiologie und Angiologie unter der Leitung von Professor Johann Bauersachs. Bei der sogenannten Pulsed Field Ablation kommen elektrische Impulse zum Einsatz. \u201eMit dieser Methode k\u00f6nnen wir ganz gezielt nur die krankhaften Herzmuskelzellen bek\u00e4mpfen. Die umliegenden Gewebe, Nerven und Gef\u00e4\u00dfe werden geschont. So k\u00f6nnen wir auch ausschlie\u00dfen, dass der Zwerchfellnerv oder die Speiser\u00f6hre verletzt werden\u201c, erkl\u00e4rt Duncker. Der Kardiologe sieht das Verfahren als gro\u00dfen Gewinn. \u201eEs ist schonender und schneller und bietet damit mehr Sicherheit f\u00fcr unsere Patientinnen und Patienten.\u201c<br \/>F\u00fcr Herzrhythmusst\u00f6rungen gibt es viele bew\u00e4hrte Therapiem\u00f6glichkeiten. Sie reichen von Medikamenten \u00fcber Katheterablationen, also der Ver\u00f6dung krankhafter Herzmuskelzellen, bis hin zu operativen Ma\u00dfnahmen wie der Implantation von Herzschrittmachern, Defibrillatoren oder kardialen Resynchronisationssystemen. Bei einer Untersuchung im Elektrophysiologielabor stellen die Rhythmologen und Rhythmologinnen die Art sowie den Mechanismus der Herzrhythmusst\u00f6rung fest und k\u00f6nnen \u2013 falls n\u00f6tig \u2013 auch direkt eine Therapie vornehmen. Daf\u00fcr f\u00fchren sie einen Elektrodenkatheter \u00fcber ein Gef\u00e4\u00df in der Leiste bis in die betreffende Herzh\u00f6hle ein.<\/p>\n<h3>\u201eNoch pr\u00e4ziser lokalisieren\u201c<\/h3>\n<p>Im Labor des HHC erfolgt die Untersuchung mithilfe von moderner Magnetfeldnavigation. \u201eDer flexible Katheter tastet die Herzh\u00f6hle ab und erstellt eine dreidimensionale Landkarte von ihr\u201c, erkl\u00e4rt Duncker. Ein hochaufl\u00f6sendes 3-D-Mappingsystem verschafft den Behandelnden ein klares Bild von den elektrischen Signalen im Herz. \u201eEs hilft uns, die f\u00fcr die Herzrhythmusst\u00f6rungen verantwortlichen Bereiche noch pr\u00e4ziser zu lokalisieren und zu behandeln\u201c, erl\u00e4utert Duncker. \u201eAls zertifiziertes Vorhofflimmer-Zentrum sind wir besonders stolz, dass wir im Elektrophysiologielabor zur Therapie von Vorhofflimmern ein ganz neues Ablationsverfahren einsetzen k\u00f6nnen\u201c, sagt der Professor.<br \/>Rund 1000 Patienten und Patientinnen sieht das Team im Jahr. Der Fall von Manuel Markworth ist sehr speziell und eine besondere Herausforderung. \u201eEr ben\u00f6tigt einen Defibrillator sowie einen Schrittmacher zugleich\u201c, sagt Duncker. Im 3-D-Modell konnte der Experte die individuelle Anatomie von Markworths Herzen pr\u00e4zise ermitteln und dessen elektrische Signale definieren \u2013 wichtige Voraussetzung f\u00fcr den richtigen Ort f\u00fcr die Implantation des Defibrillators.<\/p>\n<h3>Kontrolle alle sechs Monate<\/h3>\n<p>Ein paar Tage lang musste der 33-j\u00e4hrige Familienvater in der MHH bleiben, zu Silvester ging es nach Hause. \u201eIch f\u00fchle mich eigentlich prima\u201c, sagt er. Alle sechs Monate kommt er zur Kontrolle in die Hochschule \u2013 bislang war meistens alles in Ordnung. \u201eNur Ausdauersport kommt f\u00fcr mich nicht infrage.\u201c<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>    <\/div>\n  <\/div>\n<\/div><\/div>\n\n<div class=\"lazyblock-akkordeon-tH2h7 wp-block-lazyblock-akkordeon\">\n<input id=\"herzgesundheitmhhbietetinnovativesverfahrenzummitralklappenersatz\" class=\"hide-akkordeon akkordeon-toggle\" type=\"checkbox\" tabindex=\"-1\">\n\n<div class=\"akkordeon-block\">\n  <div class=\"toggler\">\n    <label for=\"herzgesundheitmhhbietetinnovativesverfahrenzummitralklappenersatz\" tabindex=\"0\">Herzgesundheit: MHH bietet innovatives Verfahren zum Mitralklappenersatz<\/label>\n    <div class=\"akkordeon-bar\"><\/div>\n  <\/div>\n\n  <div class=\"akkordeon-content\">\n    <div class=\"akkordeon-inner-content\">\n      <h3>Interdisziplin\u00e4res Team aus Herzchirurgen und Kardiologen macht gute Erfahrungen mit einer Prothese, die \u00fcber die Herzspitze implantiert wird.<\/h3>\n<p>Die Mitralklappe ist eine unserer vier Herzklappen. Schlie\u00dft sie nicht richtig, sprechen Fachleute von Mitralklappeninsuffizienz. Die Erkrankung ist die zweith\u00e4ufigste Herzklappenerkrankung im Erwachsenenalter. Je nach Ursache und Schweregrad gibt es verschiedene Behandlungsmethoden \u2013 von Medikamenten bis hin zur Reparatur oder zum Ersatz der Klappe. Ein innovatives Verfahren ist die Implantation einer Mitralklappen-Prothese \u00fcber die Herzspitze. Es eignet sich besonders f\u00fcr Patientinnen und Patienten im fortgeschrittenen Alter oder mit Vorerkrankungen. Die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) wendet die neue Behandlungsmethode als einzige Klinik in der Region Hannover an. Umgesetzt wird das Verfahren von einem interdisziplin\u00e4ren Team der\u00a0<a href=\"https:\/\/www.mhh.de\/herz-thorax-transplantations-gefaesschirurgie\">Klinik f\u00fcr Herz-, Thorax-, Transplantations- und Gef\u00e4\u00dfchirurgie<\/a>, der <a href=\"https:\/\/mhh-kardiologie.de\/\">Klinik f\u00fcr Kardiologie und Angiologie<\/a> und der\u00a0<a href=\"https:\/\/www.mhh.de\/anaesthesie\">Klinik f\u00fcr An\u00e4sthesiologie und Intensivmedizin<\/a>.<\/p>\n<p><strong>R\u00fcckstauung des Blutes in die Lunge<\/strong><\/p>\n<p>Herzklappen funktionieren wie Ventile: Sie sorgen daf\u00fcr, dass der Herzmuskel das Blut in die richtige Richtung pumpt. So gelangt sauerstoffarmes Blut in die Lunge und sauerstoffreiches Blut aus der Lunge in den K\u00f6rper. Die aus zwei Klappensegeln bestehende Mitralklappe befindet sich zwischen dem linken Vorhof und der linken Hauptkammer des Herzens. Ist sie undicht, kann es zu R\u00fcckstauungen des Blutes in die Lunge und auf Dauer zu schweren Sch\u00e4digungen des Herzens und anderer Organe kommen. Um die Klappenfunktion wieder herzustellen, ist die sogenannte Herzklappenrekonstruktion, also eine Reparatur, eine Behandlungsoption. \u201eBei Patientinnen und Patienten, f\u00fcr die eine gro\u00dfe Operation ein zu hohes Risiko darstellt, weil sie beispielsweise sehr alt oder vorerkrankt sind, hat sich in den vergangenen Jahren die katheterbasierte Reparatur bew\u00e4hrt\u201c, erkl\u00e4rt Professor Dr. Tibor Kempf von der Klinik f\u00fcr Kardiologie und Angiologie. Ein Beispiel daf\u00fcr ist das MitraClip-System. \u201eBei dem System wird mithilfe eines Katheters \u00fcber die Leistenvene ein Clip eingesetzt, der das vordere mit dem hinteren Mitralsegel verbindet und so die Undichtigkeit reduziert\u201c, erl\u00e4utert Professor Kempf.<\/p>\n<p><strong>Klappenersatz statt Reparatur<\/strong><\/p>\n<p>Doch es gibt immer wieder Patientinnen und Patienten, f\u00fcr die das MitraClip-System nicht optimal ist. \u201eDar\u00fcber hinaus besteht auf lange Sicht das Risiko, dass die Insuffizienz zur\u00fcckkehrt\u201c, berichtet Privatdozent Dr. Fabio Ius von der Klinik f\u00fcr Herz-, Thorax-, Transplantations- und Gef\u00e4\u00dfchirurgie. Hier setzt das innovative Verfahren an \u2013 die Implantation einer Mitralklappen-Prothese durch den transapikalen Zugang. \u201eTransapikal\u201c bedeutet \u201e\u00fcber die Herzspitze\u201c. Das interdisziplin\u00e4re MHH-Team arbeitet dabei mit der k\u00fcnstlichen Tendyne-Klappe der Firma Abbott, die im Vorhinein jeden Eingriff mithilfe patientenbezogener Bilddaten simuliert und plant. Den Zugang zum Herz schaffen die Experten \u00fcber einen sechs bis acht Zentimeter langen Schnitt zwischen den Rippen unter dem linken Brustansatz. \u00dcber die \u00d6ffnung bringen sie mit einem sogenannten Introducer, ein spezielles Katheter-System, die Prothese durch die Herzspitze an ihren Zielort zwischen dem linken Vorhof und der linken Hauptkammer des Herzens. \u201eWir legen die Prothese in die alte Mitralklappe und \u00f6ffnen sie dort. Wenn die optimale Position erreicht ist und die neue Klappe gut arbeitet, k\u00f6nnen wir den Introducer wieder entfernen\u201c, erkl\u00e4rt Dr. Ius. Die Prothese wird mit einer Sehne gehalten, die durch die linke Herzkammer f\u00fchrt und au\u00dfen in einem an der Herzspitze festsitzenden Pad m\u00fcndet. Der gesamte Prozess wird mit Hilfe von Bildgebung kontrolliert und gesteuert: Daf\u00fcr nimmt ein Kardiologe ein Schluckecho vor. \u201eDabei gewinnen wir \u00fcber die Speiser\u00f6hre hochaufl\u00f6sende Ultraschallaufnahmen der Herzstrukturen. Gleichzeitig nutzen wir auch R\u00f6ntgenaufnahmen, um eine exakte Einsicht in die Vorg\u00e4nge zu haben\u201c, erl\u00e4utert Dr. Dominik Berliner von der Klinik f\u00fcr Kardiologie und Angiologie.\u00a0 \u00a0<\/p>\n<p><strong>Viele beteiligte Fachrichtungen und Professionen<\/strong><\/p>\n<p>Der Eingriff muss vom Team sehr gut vorbereitet werden, dauert f\u00fcr den Patienten oder die Patientin im OP-Saal aber nur etwa zwei Stunden. Nach einem Tag auf der Intensivstation folgt normalerweise eine Woche auf der Normalstation. Dann schlie\u00dft sich ein Aufenthalt in einer Reha-Klinik an. Dr. Fabio Ius sieht das neue Verfahren f\u00fcr bestimmte Patientinnen und Patienten als gute Alternative zum MitraClip-System. \u201eDie Erfahrungen zeigen, dass bei bestimmten Patienten ein anhaltender und vollst\u00e4ndiger Ersatz der Mitralklappe erzielt werden kann\u201c, sagt er. Die Mitralklappen-Prothese kann ohne den Einsatz einer Herz-Lungen-Maschine implantiert werden und eignet sich daher besonders f\u00fcr \u00e4ltere oder vorerkrankte Menschen.<\/p>\n<p>Der Kardiologe Professor Kempf und der Herzchirurg Dr. Ius sind froh, die neue Behandlungsmethode in der MHH anbieten zu k\u00f6nnen. \u201eSolche Innovationen sind nur umsetzbar, wenn verschiedene Fachrichtungen und Professionen gut zusammenarbeiten\u201c, betont Dr. Ius. An einer Implantation einer Mitralklappen-Prothese \u00fcber die Herzspitze sind jeweils Fach\u00e4rzte oder -\u00e4rztinnen aus der Herzchirurgie, der Kardiologie und der An\u00e4sthesie, Herzkatheterlabor- und OP-Pflegekr\u00e4fte sowie ein Kardiotechniker beteiligt. \u00a0<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.mhh.de\/presse-news\/herzgesundheit-mhh-bietet-innovatives-verfahren-zum-mitralklappenersatz\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Zum Artikel<\/a><\/p>    <\/div>\n  <\/div>\n<\/div><\/div>\n\n<div class=\"lazyblock-akkordeon-Z2q1NeE wp-block-lazyblock-akkordeon\">\n<input id=\"mhh-kardiologieerffnetmoderneselektrophysiologie-labor\" class=\"hide-akkordeon akkordeon-toggle\" type=\"checkbox\" tabindex=\"-1\">\n\n<div class=\"akkordeon-block\">\n  <div class=\"toggler\">\n    <label for=\"mhh-kardiologieerffnetmoderneselektrophysiologie-labor\" tabindex=\"0\">MHH-Kardiologie er\u00f6ffnet modernes Elektrophysiologie-Labor<\/label>\n    <div class=\"akkordeon-bar\"><\/div>\n  <\/div>\n\n  <div class=\"akkordeon-content\">\n    <div class=\"akkordeon-inner-content\">\n      <h3 class=\"PITextbaustein\">Die Anlage bietet innovative Technik zur Diagnostik und Therapie von Herzrhythmusst\u00f6rungen. F\u00fcr Patientinnen und Patienten mit Vorhofflimmern steht eine neue Behandlungsmethode zur Verf\u00fcgung.<\/h3>\n<p>An der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) gibt es jetzt nach aufwendiger Umbauphase ein neues Elektrophysiologie-Labor: Dabei handelt es sich um ein Herzkatheterlabor speziell f\u00fcr Patientinnen und Patienten mit Herzrhythmusst\u00f6rungen. Die moderne Anlage bietet alle M\u00f6glichkeiten der Diagnostik und Therapie. Dar\u00fcber hinaus h\u00e4lt sie eine innovative Technik zur Behandlung von Vorhofflimmern, eine der h\u00e4ufigsten Rhythmusst\u00f6rungen, bereit. Dabei ver\u00f6den die Kardiologinnen und Kardiologen krankhafte Herzmuskelzellen mithilfe von elektrischen Impulsen. Das neue Labor geh\u00f6rt zum <a href=\"https:\/\/mhh-kardiologie.de\/leistungen\/hannover-herzrhythmus-centrum-rhythmologie\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Hannover Herzrhythmus Centrum (HHC<\/a>). Das HHC ist ein Bereich der <a href=\"https:\/\/www.mhh.de\/kliniken-und-spezialzentren\/klinik-fuer-kardiologie-und-angiologie\">MHH-Klinik f\u00fcr Kardiologie und Angiologie<\/a> unter der Leitung von Professor Dr. Johann Bauersachs.<\/p>\n<h4>Untersuchung mithilfe von Magnetfeldnavigation<\/h4>\n<p>F\u00fcr Patientinnen und Patienten mit Herzrhythmusst\u00f6rungen gibt es viele bew\u00e4hrte Therapiem\u00f6glichkeiten. Sie reichen von Medikamenten \u00fcber Katheterablationen, also der Ver\u00f6dung krankhafter Herzmuskelzellen, bis hin zu operativen Ma\u00dfnahmen wie beispielsweise der Implantation von Herzschrittmachern, Defibrillatoren oder kardialen Resynchronisationssystemen. Das Team des HHC h\u00e4lt die gesamte Bandbreite an Behandlungen bereit. Bei einer Untersuchung im Elektrophysiologie-Labor stellen die MHH-Rhythmologen und -Rhythmologinnen die Art sowie den Mechanismus der Herzrhythmusst\u00f6rung fest und k\u00f6nnen \u2013 falls n\u00f6tig \u2013 auch direkt eine Therapie vornehmen. Daf\u00fcr f\u00fchren sie einen Elektrodenkatheter \u00fcber ein Gef\u00e4\u00df in der Leiste bis in die betreffende Herzh\u00f6hle ein. Im Labor des HHC erfolgt die Untersuchung z.B. mithilfe von moderner Magnetfeldnavigation. \u201eDer flexible Katheter tastet die Herzh\u00f6hle ab und erstellt eine dreidimensionale Landkarte von ihr\u201c, erkl\u00e4rt Professor Dr. David Duncker, Leiter des HHC. Ein hochaufl\u00f6sendes 3D-Mappingsystem verschafft den Behandelnden ein klares Bild von den elektrischen Signalen im Herz. \u201eEs hilft uns, die f\u00fcr die Herzrhythmusst\u00f6rungen verantwortlichen Bereiche noch pr\u00e4ziser zu lokalisieren und zu behandeln\u201c, erl\u00e4utert Professor Duncker. Auf einem gro\u00dfen Bildschirm \u00fcber dem Untersuchungstisch kann das Team den Eingriff live verfolgen und weitere f\u00fcr den Vorgang wichtige Aufnahmen, beispielsweise CT-, MRT-, R\u00f6ntgen- oder Ultraschall-Bilder, aufrufen.<\/p>\n<h4>Katheterablation mit elektrischen Impulsen<\/h4>\n<p>\u00a0\u201eAls zertifiziertes Vorhofflimmer-Zentrum sind wir besonders stolz, dass wir im Elektrophysiologie-Labor zur Therapie von Vorhofflimmern ein ganz neues Ablationsverfahren einsetzen k\u00f6nnen\u201c, sagt Professor Duncker. Im Gegensatz zu den etablierten Therapieformen, bei denen zur Ver\u00f6dung des krankhaften Herzmuskelgewebes W\u00e4rme oder K\u00e4lte verwendet wird, kommen bei der sogenannten Pulsed Field Ablation elektrische Impulse zum Einsatz. \u201eMit dieser Methode k\u00f6nnen wir ganz gezielt nur die krankhaften Herzmuskelzellen bek\u00e4mpfen. Die umliegenden Gewebe, Nerven und Gef\u00e4\u00dfe werden geschont. So k\u00f6nnen wir auch ausschlie\u00dfen, dass der Zwerchfellnerv oder die Speiser\u00f6hre verletzt werden\u201c, erkl\u00e4rt Professor Duncker. Der Kardiologe sieht das neue Verfahren als gro\u00dfen Gewinn. \u201eEs ist schonender und schneller und bietet damit mehr Sicherheit f\u00fcr unsere Patientinnen und Patienten.\u201c Das HHC ist die erste Einrichtung in Hannover, die die Pulsed Field Ablation anbietet.<\/p>\n<h4>Neue M\u00f6glichkeiten zur kardiologischen Ausbildung<\/h4>\n<p>Neben innovativer Technik zur Diagnostik und Therapie von Herzrhythmusst\u00f6rungen bietet das Elektrophysiologie-Labor auch neues Potenzial zur Ausbildung des kardiologischen Nachwuchses. So ist es m\u00f6glich, operative Eingriffe aufzuzeichnen und als Fallpr\u00e4sentation live in den Studierendenunterricht einzubauen. Einen weiteren Vorteil bringt eine 3D-Brille, die der Untersucher oder die Untersucherin w\u00e4hrend des Eingriffs tr\u00e4gt. In die Brille k\u00f6nnen nicht nur zus\u00e4tzliche Informationen wie beispielsweise CT-Aufnahmen angezeigt werden. Sie ist au\u00dferdem in der Lage, den Blickverlauf des Tr\u00e4gers aufzuzeichnen und ihn anderen Personen zu zeigen. \u201eDas ist ungemein hilfreich bei der Ausbildung unserer Assistenz\u00e4rztinnen und -\u00e4rzte sowie unserer Hospitantinnen und Hospitanten\u201c, sagt Professor Duncker, dem die Ausbildung der Nachwuchskr\u00e4fte sehr am Herzen liegt. Das HHC ist zertifiziertes Ausbildungszentrum f\u00fcr Spezielle Rhythmologie der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr Kardiologie.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>    <\/div>\n  <\/div>\n<\/div><\/div><\/div><\/div>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Presseartikel aus 2023 Das Pressearchiv h\u00e4lt eine Vielzahl interessanter Berichte f\u00fcr Sie bereit.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"parent":1297,"menu_order":112,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"block":"%5B%5D","footnotes":""},"class_list":["post-3926","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/mhh-kardiologie.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/3926","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/mhh-kardiologie.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/mhh-kardiologie.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/mhh-kardiologie.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/mhh-kardiologie.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3926"}],"version-history":[{"count":18,"href":"https:\/\/mhh-kardiologie.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/3926\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4727,"href":"https:\/\/mhh-kardiologie.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/3926\/revisions\/4727"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/mhh-kardiologie.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1297"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/mhh-kardiologie.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3926"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}